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19. April 2012

Das Süßeste, was Eurasien zu bieten hat (3)

Die Fortsetzung unserer beliebten Reihe:

 

18. April 2012

Deaktiviere oder sei ein Schwein

Ich muss eben mal rauslassen, was mich schon länger fies anpisst:

Die dummen Bratzen, die Videos über andere Menschen bei YouTube hochladen und dann zu ignorant sind, völlig inakzeptable Kommentare zu moderieren oder kurzerhand die Kommentare ganz abzuschalten.

Im konkreten Fall bin ich mal über den offiziellen Kanal einer deutschen Fernsehsendung gestolpert, in dem es einen Bericht über eine junge Muslimin gab, die von ihrer individuellen Familien- und Leidensgeschichte erzählte. Die Kommentarspalte quoll über von bösartigen Bemerkungen, Drohungen und Beschimpfungen gegen die Frau (das Übliche halt *seufz*).

Ich frage mich, ob es verdammt noch mal zu viel verlangt ist, in solchen sensiblen Fällen die Kommentarfunktion zu deaktivieren, damit jemand nicht mit maßlosem Hass überzogen wird? Vor allem, wenn es sich nicht um den Kanal eines 13-Jährigen handelt, sondern halbwegs professionelle Leute dahinter stehen. (Vom Moderieren sehe ich mal ab, denn dafür möchte sich offenbar niemand die Zeit nehmen. Hey, wir wollen zwar Aufmerksamkeit, aber sooo wichtig ist uns der Scheiß, den wir da hochladen, doch nicht!)

Also: Deaktiviere oder sei ein Schwein.

 

17. April 2012

Lacher des Tages

Die schwarz-gelbe Koalition in Bayern möchte uns mit einer Lockerung des bisher geltenden Tanzverbots vor stillen Feiertagen beglücken. Aber natürlich(!) kann eine bayerische(!!) Regierungskoalition nicht einfach mir nichts dir nichts(!!!)  etwas beschließen:

CSU-Fraktionschef Georg Schmid betonte allerdings, dass die Einigung noch nicht endgültig besiegelt sei. Zuvor müssten auch die Kirchen zustimmen.

Doch verzaget nicht, liebe theistische Leser*innen! Der Karfreitag (an dem gefühlte 80 Mio. Deutsche fasten und gemeinschaftlich beten) bleibt auf jeden Fall weiterhin von frivolen Freuden frei, selbst wenn unsere Kirchen aus taktischen Gründen den unverschämten libertären Forderungen nachzugeben bereit sind.

Der BR entzückt uns mit einer “Umfrage” zu dem Thema, die einem folgende illustre Antwortmöglichkeiten gibt:

Länger tanzen vor Feiertagen – ist das OK?

  • Ja, absolut. Es genügt völlig, wenn am Abend des Feiertags nicht getanzt wird.
  • Nein, finde ich nicht. Ein Feiertag beginnt um Mitternacht und dann sollte mit dem Tanzen Schluss sein.

*Kopf->Tisch*

15. April 2012

Brutzel/Lösch

Schlimm schlimm, vier Monate schon nichts mehr gebloggt. Um meine brennende Scham wenigstens vorübergehend abzulöschen, hier ein paar preisgekrönte Meisterphotographien von meiner Hand.*

(* Schnappschüsse von meinem kleinen Bruder.)

 

Drei Türme. (Münster)

 

Ruhestörung am Karfreitag. (Münster)

 

Gereihtes Getier. (Enschede)

18. Dezember 2011

Nachricht an einen verwaisten Freund

Anasını babasını kaybedenler, ansızın geriye
Onların bıraktığı boşluğa çekilirler. O güne kadar, yaşın ne olursa olsun,
Yüzüne vuran aydınlık, arkanda uzanan gölgeden beslenirdi.
Üçüncü boyutun elinden alınmış gibisin.
Gölgeleşme sırası şimdi sende.
Evet, gene sahnedesin kuşkusuz.
Ama nesi var bu tiyatronun?
Salon niçin bu kadar aydınlık da sahne karanlıklar içinde?
Sen yine sensin, seyirciler de hep o seyirciler.
Peki kimin aklına esmiş de, sırtları sahneye dönük oturtmuş onları böyle?

(Adnan Berk)

Die, die Mutter und Vater verlieren, weichen plötzlich
in die Leere zurück, die diese hinterlassen haben.
Egal wie alt du bist, bis zu jenem Tag
nährte sich das Licht, das auf dein Gesicht fiel,
von dem Schatten, der sich hinter dir erstreckte.
Deine dritte Dimension scheint dir genommen.
Nun ist es an dir, zum Schatten zu werden.
Ja, zweifellos stehst du noch immer auf der Bühne.
Doch was stimmt mit diesem Theater nicht?
Warum ist der Saal so hell, die Bühne in Finsternis getaucht?
Du bist noch immer du, und die Zuschauer dieselben Zuschauer.
Doch wem ist es in den Sinn gekommen,
sie so mit dem Rücken zur Bühne zu setzen?

8. Dezember 2011

Über den Ansammlungen von sehr feinen Wassertröpfchen

Als ich im Oktober aus dem Urlaub zurückflog, hatten wir wunderschönes Wetter und ich knipste aus dem Flugzeugfenster. Normalerweise kommt dabei nur Murks raus, diesmal waren aber überraschenderweise ein paar brauchbare Bilder dabei. Um mich etwas über das gegenwärtige Matschwetter hinweguzutrösten, poste ich drei davon:

24. November 2011

Ansatzpunkte eines Leitbilds

Neulich in der Zeitung:

Inhalte des Workshops sind die Vorstellung des Programms und die bisher gesammelten Informationen, die Erarbeitung von Ansatzpunkten eines Leitbilds im Rahmen des noch näher zu bestimmenden thematischen Schwerpunkts und die Definition von möglichen Projekten.

Wer würde sich da nicht sofort begeistert anmelden? Und wie, glaubt ihr, lautete der Titel? -> “Handeln statt warten”

*D’oh!*

20. November 2011

Einst gab es einen Nâzım

Twitter hat mich daran erinnert, dass Nâzım Hikmet heute Geburtstag haben könnte. Alle  Quellen, die bei mir rumstehen, geben 1902 als Geburtsjahr an. Offenbar ist auch sein Geburtsdatum, wie auch das vieler anderer, nicht gesichert. Aber egal. Jeder Tag, an dem man Nâzım Hikmet liest, ist ein guter Tag. Ich hatte erst vor zwei Wochen eine 1976 gedruckte Ausgabe von “Kerem Gibi” in der Hand. Darin steht das Gedicht “Der Japanische Fischer” (1956). Eine deutsche Übersetzung gibt es im Dağyeli-Verlag, aber die folgende ist meine eigene (von wegen Urheberrecht).

JAPON BALIKÇISI
 
Denizde bir bulutun öldürdüğü
Japon balıkçısı genç bir adamdı.
Dostlarından dinledim bu türküyü
Pasifik’te sapsarı bir akşamdı.
 

Balık tuttuk yiyen ölür.
Elimize değen ölür.
Bu gemi bir kara tabut,
lumbarından giren ölür.

Balık tuttuk yiyen ölür,
birden değil, ağır ağır,
etleri çürür, dağılır.
Balık tuttuk yiyen ölür.

Elimize değen ölür.
Tuzla, güneşle yıkanan
bu vefalı, bu çalışkan
elimize değen ölür.
Birden değil, ağır ağır,
etleri çürür, dağılır.
Elimize değen ölür…

Badem gözlüm, beni unut.
Bu gemi bir kara tabut,
lumbarından giren ölür.
Üstümüzden geçti bulut.

Badem gözlüm beni unut.
Boynuma sarılma, gülüm,
benden sana geçer ölüm.
Badem gözlüm beni unut.

Bu gemi bir kara tabut.
Badem gözlüm beni unut.
Çürük yumurtadan çürük,
benden yapacağın çocuk.

Bu gemi bir kara tabut.
Bu deniz bir ölü deniz.
İnsanlar ey, nerdesiniz?
nerdesiniz?

DER JAPANISCHE FISCHER
 
Der Fischer, den eine Wolke auf dem Meer tötete,
war ein junger Mann.
Dieses Lied hörte ich von seinen Freunden,
es war ein totenbleicher Abend auf dem Pazifik.
 

Fische fingen wir, die töten, wer sie isst,
Wer unsre Hand berührt, der stirbt.
Dies Boot ist ein schwarzer Sarg,
Wer durch die Luke tritt, der stirbt.

Fische fingen wir, die töten, wer sie isst,
nicht plötzlich, sondern nach und nach,
sein Fleisch verfault, zerfällt.
Fische fingen wir, die töten, wer sie isst.

Wer unsre Hand berührt, der stirbt.
Diese unsre treue, fleißige Hand,
gewaschen von Salz und Sonne,
wer sie berührt, der stirbt.
Nicht plötzlich, sondern nach und nach,
sein Fleisch verfault, zerfällt.
Wer unsre Hand berührt, der stirbt…

Meine Mandeläugige, vergiss mich.
Dies Boot ist ein schwarzer Sarg,
Wer durch die Luke tritt, der stirbt.
Über uns zog die Wolke hinweg.

Meine Mandeläugige, vergiss mich.
Umhalse mich nicht, meine Rose,
der Tod geht von mir auf dich über.
Meine Mandeläugige, vergiss mich.

Dies Boot ist ein schwarzer Sarg,
Meine Mandeläugige, vergiss mich.
Fauler als ein faules Ei
ist das Kind, das du von mir bekämst.

Dies Boot ist ein schwarzer Sarg,
Dies Meer ein totes Meer,
Oh Menschen, wo seid ihr?
wo seid ihr?

19. November 2011

Nicht uninteressante Links (12)

Inzwischen bin ich dazu übergegangen, einige Links einfach zu twittern. Das ist allerdings auch keine tolle Lösung. Vielleicht versuche ich es demnächst mit Social Bookmarks. Schau mer mal, dann seh mer scho ;-) .

Wordboner: Wenn ihr den noch nicht kennt, wird’s Zeit. Tolle “Typo- and Quotography”, immer wieder kreativ und intelligent.

Beautiful Swear Words: Wenn schon beleidigend, dann bitte mit Geschmack.

android dreams: Zum Umfallen schönes Timelapse-Video von Tokio.

Zonal Marking: Ich bin nicht unbedingt ein Fußballfan, aber wenn ich mal was Tiefergehendes über ein Match wissen will, ist das meine erste Adresse.

19. November 2011

Witzla

Ein Nazi mit Stachelfrisur und Springerstiefeln sitzt im Wartezimmer. Beugt sich eine alte Frau vor und fragt: “Sie arbeiten nix, oder?” Der Nazi: “Nee, ich hab wirklich keinen Job. Woran merken Sie das?” Die alte Frau: “Kein Wunder, Sie armer Kerl, erst die Chemotherapie und dann auch noch die orthopädischen Schuhe!”

Witzla aus dem richtigen Leben: Als Kind dachte ich, dass die Dinger “Sprengerstiefel” heißen. :-D

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